Auf dem Weg: Bertelsmann-Diktatur

Ostprinzessin, 5. Juli 2007

Dieser Grusel kennt keine Grenzen: Bertelsmann arbeitet an der Übernahme unseres Lebens: U. a. die Bereiche Bildung, Wirtschaft, Gesundheit und die (ex-) öffentliche Verwaltung werden zunehmend von Bertelsmann und im Interesse von Bertelsmann organisiert. Eine direkte politische Einflussnahme bis hin in zu Kriegs-Beratungen geben Konzern und Stiftung freimütig zu. Aber Bertelsmann kümmert sich um alles, also auch um Kleinteiliges, denn ihr Masterplan stellt die Bertelsmann-Strategen vor eine nie gekannte Herausforderung.

Als Deckmantel dient – wie auch bei den ideologischen Verwandten, z. B. dem scheinbar kleinen Berliner Akteur Dussmann („das Kulturkaufhaus“/50.000 MitarbeiterInnen weltweit), üblich – die kulturelle Aktivität, welche ihrerseits an sich schon oft genug (kulturelles) Unheil bedeutet. Bei Bertelsmann stehen hinter Allem die unfassbar mächtigen Strukturen der Familie Mohn und ihres riesigen Hofstaats, viele Milliarden Euro, ein gigantisches Medien-Imperium, ein Beratungssystem, das seines Gleichen sucht und der unbedingte, unbändige Drang der Protagonisten (und der Protagonistin Liz Mohn), die tatsächlich freien Menschen in der – tatsächlich auch ohne Bertelsmann – unfreien Welt zu unterjochen fördern und fordern.

Die Gekauften und Beratenen haben diese Entwicklung zu verantworten, doch schlussendlich stehen wir alle in der Verantwortung, denn Bertelsmann und z. B. auch die mit Bertelsmann kooperierende Axel Springer AG werfen Unmengen an Produkten auf die Welt, die wir kaufen. Oder eben nicht.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir den entscheidenden Lösungsansatz für Reformen in Politik und Staat gefunden haben.“ Reinhard Mohn

Lesen und Staunen (!!!): www.bertelsmann-stiftung.de und hier: Die Bertelsmann-Medien.
Info-Tipp: Anti-Bertelsmann

Bezeichnend:
Bertelsmann-Kommandatur Unter den Linden Bertelsmann – Kommandatur Unter den Linden

Eine Reaktion zu “Auf dem Weg: Bertelsmann-Diktatur”

  1. Sahra

    Eine wirklich gefährliche Sache. Danke für den Anti-Bertelsmann-Tipp!