{"id":1172,"date":"2009-10-06T12:36:15","date_gmt":"2009-10-06T10:36:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/?p=1172"},"modified":"2010-01-30T23:32:22","modified_gmt":"2010-01-30T21:32:22","slug":"rueckschlag-fuer-privatisierungslobby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/?p=1172","title":{"rendered":"R\u00fcckschlag f\u00fcr Privatisierungslobby"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gericht l\u00e4sst Wasser-Volksbegehren zu &#8211; Senat handelte verfassungswidrig<\/strong><\/p>\n<p>1999 hatte der Senat die Wasserbetriebe teilprivatisiert, im letzten Jahr lehnte er das <a title=\"Unverk\u00e4uflich: Unser Wasser\" href=\"http:\/\/www.unverkaeuflich.org\/wasser\">Volksbegehren \u201eUnser Wasser\u201c<\/a> ab, um weiter zu verschleiern, was wirklich in den Privatisierungsvertr\u00e4gen steht.\u00a0 Der Berliner Verfassungsgerichtshof verk\u00fcndete heute in seinem Urteil, das die Entscheidung des Senats unzul\u00e4ssig ist.<\/p>\n<p>Geklagt hatten die Initiatoren des Volksbegehrens. Die Initiative <a title=\"Berliner Wassertisch\" href=\"http:\/\/www.berliner-wassertisch.net\">Berliner Wassertisch<\/a> hatte der Landeswahlleitung im Februar 2008 \u00fcber 36.000 g\u00fcltige Unterschriften f\u00fcr das Volksbegehren \u00fcbergeben. Damit sollte ein Gesetz durchgesetzt werden, in dem \u201ealle Geheimvertr\u00e4ge und Nebenabsprachen\u201c der Berliner Wasserbetriebe (BWB) mit anderen Konzernen auf den Tisch kommen. \u201eDie rechtswidrigen Vertr\u00e4ge m\u00fcssen offengelegt werden, damit wir mit der Bev\u00f6lkerung verhindern, dass die Wasserpreise noch weiter steigen\u201c, sagt Gerlinde Schermer, eine der Privatisierungsgegenerinnen und ehemalige SPD-Abgeordnete.<\/p>\n<p>Der vom Berliner Wassertisch erarbeitete Gesetzentwurf zur Ver\u00f6ffentlichung der Geheimvertr\u00e4ge wurde von Innensenator Ehrhart K\u00f6rting (SPD) im April letzten Jahres als verfassungswidrig betrachtet, weil er angeblich in die Rechte der privaten Anteilseigner der Berliner Wasserbetriebe eingreife.\u00a0 49,9 Prozent der Anteile sind im Besitz von RWE und Veolia, die sich seit 1999\u00a0 an dem vormals landeseigenen Unternehmen bereichern.\u00a0 Die beiden Konzerne sind daf\u00fcr bekannt,\u00a0 skrupellose\u00a0 Profit-Politik zu Lasten von Bev\u00f6lkerung und Umwelt zu betreiben und besitzen erheblichen Einfluss in den Parteien.<\/p>\n<p>Berlin entgehen fortlaufend erhebliche Einnahmen. Die Wasserpreise sind seit der Privatisierung drastisch gestiegen und heute h\u00f6her als in jeder anderen Stadt. SPD und <em>Die Linke<\/em> &#8211; wie auch die anderen Parteien im Abgeordnetenhaus &#8211; hatten den Berliner Wassertisch und das Volksbegehren stets bek\u00e4mpft.<\/p>\n<p><em>Ostprinzessin<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gericht l\u00e4sst Wasser-Volksbegehren zu &#8211; Senat handelte verfassungswidrig 1999 hatte der Senat die Wasserbetriebe teilprivatisiert, im letzten Jahr lehnte er das Volksbegehren \u201eUnser Wasser\u201c ab, um weiter zu verschleiern, was wirklich in den Privatisierungsvertr\u00e4gen steht.\u00a0 Der Berliner Verfassungsgerichtshof verk\u00fcndete heute in seinem Urteil, das die Entscheidung des Senats unzul\u00e4ssig ist. 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