{"id":1350,"date":"2009-12-02T18:45:19","date_gmt":"2009-12-02T16:45:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/?p=1350"},"modified":"2010-02-05T12:35:35","modified_gmt":"2010-02-05T10:35:35","slug":"sonderabschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/?p=1350","title":{"rendered":"Sonderabschuss"},"content":{"rendered":"<p>Die Initiative <a title=\"Mediaspree Versenken\" href=\"http:\/\/www.ms-versenken.org\">MediaspreeVersenken<\/a> versenkt in diesen Minuten im Kreuzberger Rathaus den Mediaspree-<a title=\"Sonderausschuss\" href=\"http:\/\/www.sonderausschuss.de\">Sonderausschuss<\/a> \u201eSpreeraum\u201c.<\/p>\n<p>In dem bezirklichen Ausschuss, der nach dem 87%- B\u00fcrgerentscheid \u201eSpreeufer f\u00fcr Alle\u201c im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden war, hatte die Initiative zuletzt kein Land mehr gesehen. Die vorgebliche \u201eB\u00fcrgerbeteiligung\u201c erkannte sie nun als Farce. Nach dem unfreiwilligen Abschied ihres Sprechers hatte die AG Spreeufer eine neue Bewertung der Lage erarbeitet, die zu dem folgerichtigen Entschluss f\u00fchrte, den \u201eIhr-wart-aber-ja-dabei\u201c-Ausschuss zu verlassen.<\/p>\n<p>Bezirksb\u00fcrgermeister Franz Schulz und seine gr\u00fcne Fraktion haben, ebenso wie die mitregierende LINKE, die SPD-Fraktion und der Senat,\u00a0 in vielerlei Einzelentscheidungen immer wieder deutlich gemacht, dass sie nicht gewillt sind, das 87%-Votum der Bev\u00f6lkerung\u00a0 gegen die Mediaspree-Planungen ernstzunehmen; sie haben sich einer konstruktiven Mitarbeit von Anfang an verweigert, nach au\u00dfen hin aber immer den Schein des Handelns gewahrt. Der Sonderausschuss, in den die Initiative \u00fcber mehrere \u201eB\u00fcrgerdeputierte\u201c eingebunden wurde, sollte die <em>Politik der minimalen Korrekturen<\/em> legitimieren. Hinter vorgehaltener Hand gaben das Bezirksverordnete aller Fraktionen offen zu und wunderten sich vermutlich dar\u00fcber, dass die Initiative den ganzen Spuk so engagiert, so hoffnungsvoll konstruktiv und so ernsthaft \u201emitgestaltet\u201c.<\/p>\n<p>Der aufrichtige Versuch, er ist gescheitert. Die Parteien-Politik, sie erweist sich als demokratieunf\u00e4hig und -unwillig. Das Anliegen der Initiative, sowohl den Bezirk als auch den Senat in die Pflicht zu nehmen, die \u201eStadtentwicklung von Oben\u201c, die andauernden Privatisierungen und den Verlust kommerzfreier sowie unbebauter Fl\u00e4chen zu stoppen, es sollte sehr bald untergehen. Das Hauptanliegen der Initiatoren, die Mietenexplosion, die Verdr\u00e4ngung und die \u201eAufwertung\u201c zu thematisieren und diesen profitgesteuerten, politisch gef\u00f6rderten Entwicklungen sogleich Einhalt zu gebieten, es l\u00e4sst sich au\u00dferhalb der M\u00fchlen der Beteiligungsmaschinerie glaubhafter vertreten. Die Parteischranzen in Amt und W\u00fcrden, sie haben weiter an Glaubw\u00fcrdigkeit verloren. Der den Gl\u00e4ubigen als Umarmung beschriebene W\u00fcrgegriff, er hat heute seine Kraft verloren.<\/p>\n<p><a title=\"The Ostprinzessin\" href=\"http:\/\/www.ostprinzessin.de\"><em>Ostprinzessin<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Initiative MediaspreeVersenken versenkt in diesen Minuten im Kreuzberger Rathaus den Mediaspree-Sonderausschuss \u201eSpreeraum\u201c. In dem bezirklichen Ausschuss, der nach dem 87%- B\u00fcrgerentscheid \u201eSpreeufer f\u00fcr Alle\u201c im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden war, hatte die Initiative zuletzt kein Land mehr gesehen. Die vorgebliche \u201eB\u00fcrgerbeteiligung\u201c erkannte sie nun als Farce. 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