{"id":2180,"date":"2010-11-08T20:01:31","date_gmt":"2010-11-08T18:01:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/?p=2180"},"modified":"2013-05-03T19:38:11","modified_gmt":"2013-05-03T17:38:11","slug":"tatort-einer-aufwertung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/?p=2180","title":{"rendered":"Tatort einer Aufwertung"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen einer Diskussion \u00fcber die Rolle von Kunstarbeit bei der Aufwertung von Wohngebieten mit g\u00fcnstigem Wohnraum traf die Ostprinzessin auf Berlin-Mittes B\u00fcrgermeister <a title=\"Bezirksb\u00fcrgermeister Dr. Christian Hanke\" href=\"http:\/\/www.berlin.de\/ba-mitte\/bezirksamt\/hanke.html\">Christian Hanke<\/a>, Sozialwissenschaftler <a title=\"Gentrification Blog\" href=\"http:\/\/gentrificationblog.wordpress.com\">Andrej Holm<\/a>, Regine Rapp und Chris de Lutz vom <a title=\"Art Laboratory Berlin\" href=\"http:\/\/www.artlaboratory-berlin.org\">Art Laboratory Berlin<\/a>, sowie auf ein zahlreich erschienenes, interessiertes Publikum. Als Ort war ganz bewusst eine <a title=\"okk organ kritischer kunst\" href=\"http:\/\/www.koloniewedding.de\/orten.php?ort=okkzVLzraum29__zOPzOrgan_kritischer_KunstzCPz&amp;aktuel\">Galerie<\/a> der <a title=\"Kolonie Wedding\" href=\"http:\/\/www.koloniewedding.de\">Kolonie Wedding<\/a> gew\u00e4hlt worden. Der Galerienverbund gilt im Wedding als einer der Hauptakteure bei der Ver\u00e4nderung von Kultur und Image des Soldiner Kiezes.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/ostprinzessin_christian_hanke.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2181 lazyload\" title=\"ostprinzessin_christian_hanke\" data-src=\"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/ostprinzessin_christian_hanke.jpg\" alt=\"Bezirksb\u00fcrgermeister Christian Hanke und Ostprinzessin\" width=\"550\" height=\"284\" data-srcset=\"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/ostprinzessin_christian_hanke.jpg 550w, https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/ostprinzessin_christian_hanke-300x154.jpg 300w\" data-sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 550px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 550\/284;\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>B-Meister Dr. Christian Hanke (SPD) und Ostprinzessin<\/em><\/p>\n<p>Zur Einstimmung auf die Diskussion pr\u00e4sentierte die Ostprinzessin die Gentrification-Satire <a title=\"Ostprinzessin\" href=\"http:\/\/www.ostprinzessin.de\/ich-bins-nicht-gewesen\">\u201eIch bin&#8217;s nicht gewesen\u201c<\/a>. Das Publikum verfolgte den Beitrag aufmerksam und nahm ihn mit einigem Wohlwollen zur Kenntnis.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/publikum_ostprinzessin.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2187 lazyload\" title=\"publikum_ostprinzessin\" data-src=\"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/publikum_ostprinzessin.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"189\" data-srcset=\"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/publikum_ostprinzessin.jpg 550w, https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/publikum_ostprinzessin-300x103.jpg 300w\" data-sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 550px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 550\/189;\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und auch der B\u00fcrgermeister, dem w\u00e4hrend des Vortrags einige Lacher entfuhren, klatschte am Ende Beifall. Die Ostprinzessin \u00e4u\u00dferte sich dazu in geb\u00fchrender Weise: \u201e\u00dcber den Herrn Doktor B\u00fcrgermeister lache ich auch immer gern.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/chris-de-lutz_karin-baumert_andrej-holm_christian-hanke_ostprinzessin.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2186 lazyload\" title=\"chris-de-lutz_karin-baumert_andrej-holm_christian-hanke_ostprinzessin\" data-src=\"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/chris-de-lutz_karin-baumert_andrej-holm_christian-hanke_ostprinzessin.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"220\" data-srcset=\"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/chris-de-lutz_karin-baumert_andrej-holm_christian-hanke_ostprinzessin.jpg 550w, https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/chris-de-lutz_karin-baumert_andrej-holm_christian-hanke_ostprinzessin-300x119.jpg 300w\" data-sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 550px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 550\/220;\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Chris de Lutz, Karin Baumert, Andrej Holm, Christian Hanke, Ostprinzessin<\/em><\/p>\n<p>Christian Hanke sorgte mit seiner \u00c4u\u00dferung, dass er die Aufwertung begr\u00fc\u00dfe und unbedingt den Mittelstand in den Wedding locken wolle, f\u00fcr einigen Gespr\u00e4chsstoff. Er wolle sich aber auch f\u00fcr die Idee einsetzen, dass die stadteigenen Wohnungsbaugesellschaften in den betroffenen Gebieten g\u00fcnstigen Wohnraum schaffen und anbieten.\u00a0 Zuvor hatte Gentrification-Kritiker Andrej Holm in einem ausf\u00fchrlichen Beitrag die Mechanismen erkl\u00e4rt, die zun\u00e4chst zur Aufwertung eines Stadtteils und dann zur Verdr\u00e4ngung gro\u00dfer Teile der Bev\u00f6lkerung durch Mietsteigerungen f\u00fchren. In seinem Beitrag beschrieb der Sozialforscher die Schnittstellen von immobilienwirtschaftlicher Aufwertung und Kultur, lenkte den Blick dabei auf die K\u00fcnstler, stellte \u00dcberlegungen f\u00fcr eine aufwertungsneutrale Kunstpraxis an und veranschaulichte einige k\u00fcnstlerische Interventionen in Aufwertungskonflikten.<\/p>\n<p>Regine Rapp und Chris de Lutz, Kreuzberger Galeristen im Weddinger Kiez, kritisierten zwar die kapitalistische Struktur im Allgemeinen und schossen sich auf den Schwur ein, ihre Galerie nichtkommerziell betreiben zu wollen, landeten jedoch mit ihren Gedanken und Antworten regelm\u00e4\u00dfig neben den Fragestellungen der Diskussion. Auch die Fragen der Subventionierung und der F\u00f6rdergelder blieben offen. Lieber stellten sie in aller Opulenz ihre derzeitigen und bereits abgeschlossenen Projekte vor. Gl\u00fccklicherweise zog die Moderatorin und Stadtsoziologin <a title=\"urban optimist\" href=\"http:\/\/www.urbanoptimist.de\">Karin Baumert<\/a> zwei Repr\u00e4sentanten von <a title=\"ExRotaprint\" href=\"http:\/\/www.exrotaprint.de\">ExRotaprint<\/a> in die Diskussion, die eloquent auf die sozialen Fragen des Themas einzugehen wussten. Sie stellten ihren Ansatz einer gez\u00fcgelten Vermarktung des Kunst-Images anhand von Beispielen aus der Praxis dar und beschrieben ihre vielseitigen Erfahrungen in der Begegnung mit Gewerbetreibenden sowie mit der von Armut betroffenen Bev\u00f6lkerung vor Ort. Sie wandten sich mahnend an ihre K\u00fcnstlerkollegen, rangen sich aber nicht zu einem kritischen Wort gegen\u00fcber ihrem politischen Partner aus dem Rathaus durch.<\/p>\n<p>So blieb die Ostprinzessin, zwischen allen St\u00fchlen sitzend, am Ende ihren nachdenklichen Worten vom Beginn der Veranstaltung treu:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/ostprinzessin_okk.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2188 lazyload\" title=\"ostprinzessin_okk\" data-src=\"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/ostprinzessin_okk.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"294\" data-srcset=\"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/ostprinzessin_okk.jpg 550w, https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/ostprinzessin_okk-300x160.jpg 300w\" data-sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 550px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 550\/294;\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eIch (&#8230;) blicke der Kunst tief hinein in ihre sch\u00f6nen Augen. Ich schaue der Kultur auf ihre M\u00e4uler und lausche jedes wahren Wortes Klang, m\u00f6ge er auch noch so verstimmt sein. Es begeistert mich immer wieder aufs Neue, an der Instrumentalisierung der Kultur, ihrer Macht, ihrem Missbrauch und ihrer Manipulation teilzuhaben.\u201c<\/em> Die ganze Satire <a title=\"Eine Gentrification-Satire f\u00fcr Unschuldige\" href=\"http:\/\/www.ostprinzessin.de\/ich-bins-nicht-gewesen\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen einer Diskussion \u00fcber die Rolle von Kunstarbeit bei der Aufwertung von Wohngebieten mit g\u00fcnstigem Wohnraum traf die Ostprinzessin auf Berlin-Mittes B\u00fcrgermeister Christian Hanke, Sozialwissenschaftler Andrej Holm, Regine Rapp und Chris de Lutz vom Art Laboratory Berlin, sowie auf ein zahlreich erschienenes, interessiertes Publikum. 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