{"id":2389,"date":"2011-06-19T13:50:23","date_gmt":"2011-06-19T11:50:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/?p=2389"},"modified":"2011-06-19T14:50:21","modified_gmt":"2011-06-19T12:50:21","slug":"berliner-linke-die-angst-vor-der-zivilgesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/?p=2389","title":{"rendered":"Berliner Linke: Angst vor der Zivilgesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinsame Erkl\u00e4rung von 10 stadtpolitischen Initiativen<\/p>\n<p>Berlin, 19. Juni 2011<\/p>\n<p>In einer Zeit, in der landauf, landab \u00fcber Partizipation, \u201eWutb\u00fcrger\u201c  und die Abkehr von der Privatisierungsideologie der letzten Jahre  debattiert wird, versucht nun auch die Berliner Linkspartei sp\u00e4t aber  immerhin auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Am 20. Juni organisiert  sie hierzu eine Veranstaltung unter dem Titel \u201eGemeinwohl statt  Rendite\u201c und stellt in der Ank\u00fcndigung dazu fest: \u201eNach mehreren  Jahrzehnten der Privatisierung kommunaler Unternehmen und  Dienstleistungen ist in den letzten Jahren eine Wiederentdeckung  \u00f6ffentlicher Unternehmen festzustellen.\u201c<\/p>\n<p>Hierzu ist anzumerken: Wenn in den letzten Jahren in Berlin  Privatisierungen kritisiert wurden, dann keinesfalls von der Partei DIE  LINKE. Vielmehr beteiligte sie sich aktiv an dem von den  Vorg\u00e4ngerregierungen begonnenen Ausverkauf \u00f6ffentlicher G\u00fcter: Ob die  Privatisierung der GSW oder der investorenfreundliche  Sparkassenverkauf, ob kleinteilige Immobiliengesch\u00e4fte \u00fcber den  Liegenschaftsfonds oder die gro\u00dffl\u00e4chige Betonierung der Spreeufer \u2013  die Berliner Linkspartei war sich in den letzten Jahren f\u00fcr wirklich  nichts zu schade.<\/p>\n<p>So kann es nicht verwundern, dass zu der von ihr nun angek\u00fcndigten  \u201eprivatisierungskritischen\u201c Veranstaltung keine einzige hierzu aktive  stadtpolitische Initiative eingeladen wurde. Dies passt allerdings in  das bisherige Verhaltensmuster der Berliner Linken. Ob bei  Bankenskandal, Mietenpolitik, Mediaspree oder Wasserbetrieben \u2013 DIE  LINKE sah in zivilgesellschaftlichen Initiativen stets nur Gegner und  St\u00f6renfriede am Werk. Besonders peinlich: Sich erst nach  zivilgesellschaftlichen Erfolgen, wie dem Wasservolksentscheid, als  vorgebliche Verb\u00fcndete zu pr\u00e4sentieren.\u00a0 Dass sie von ihrer  staatstragenden Samtpf\u00f6tigkeit bis heute nicht abgewichen ist, zeugt  davon, dass sie in 10 Jahren Regierungszeit nichts, aber auch gar  nichts dazugelernt hat.<\/p>\n<p>Unterzeichner:<\/p>\n<p>Berliner Wassertisch<br \/>\nAttac Berlin<br \/>\nInitiative Berliner Bankenskandal<br \/>\nBerliner Mietergemeinschaft<br \/>\nNetzwerk ABRISSBERLIN<br \/>\nFrauen f\u00fcr den Frieden<br \/>\nInitiative Zukunft Bethanien (IZB)<br \/>\nKampagne gegen Zwangsumz\u00fcge<br \/>\nGemeingut in B\u00fcrgerInnenhand (GiB)<br \/>\nSteigende Mieten Stoppen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsame Erkl\u00e4rung von 10 stadtpolitischen Initiativen Berlin, 19. 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