{"id":491,"date":"2007-10-23T02:09:20","date_gmt":"2007-10-23T00:09:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/2007\/10\/23\/wohnungsverkaufe-ausgerechnet-in-so36\/"},"modified":"2010-02-01T21:23:17","modified_gmt":"2010-02-01T19:23:17","slug":"wohnungsverkaufe-ausgerechnet-in-so36","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/?p=491","title":{"rendered":"Wohnungsverk\u00e4ufe ausgerechnet in SO36"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mieterverdr\u00e4ngung und Privatisierung in SO36<\/strong><\/p>\n<p>Im August war der Tagespresse zu entnehmen, dass die \u00f6ffentliche Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) mit Senatssegen 3.100 Wohnungen verkaufen darf. Wir erinnern uns noch an die Koalitionsverhandlungen des rot-roten Senats. Damals wurde der Presse von Seiten der Linken mitgeteilt, dass man hart daf\u00fcr gerungen h\u00e4tte, weitere Privatisierungen auszuschlie\u00dfen. Im Koalitionsvertrag liest sich das allerdings so: \u201eVerk\u00e4ufe von Wohnungen sind auf das zur Eigensicherung und Bestandarrondisierung zwingend erforderliche Ma\u00df zu begrenzen.\u201c<\/p>\n<p>In SO36 ist die WBM derzeit in zwei gr\u00f6\u00dfere Verkaufsvorhaben verwickelt. Zur Zeit wird die Privatisierung von 21 H\u00e4usern im Waldekiez abgewickelt. F\u00fcr die H\u00e4user hatte die \u201eBetroffenengemeinschaft Waldekiez\u201c (<a title=\"Betroffenengemeinschaft Waldekiez\" href=\"http:\/\/www.waldekiez.org\">www.waldekiez.org<\/a>) dem Senat ein Konzept eines Stiftungsmodells vorgelegt, das dieser zugunsten einer eigentumsorientierten Genossenschaft ablehnte. Der Initiative ging es vor Allem um eine L\u00f6sung, die es den Mietern erm\u00f6glichen sollte, in ihrem Kiez zu bleiben. Bereits 12 H\u00e4user sind an die Genossenschaft Ostseeplatz \u00fcbergegangen. Neue zuk\u00fcnftige Mieter wird es in diesen H\u00e4usern nicht mehr geben: Wohnungsanteile kaufen und Genosse werden hei\u00dft jetzt die Devise. In allen H\u00e4usern wurde den Mietern eine Mieterh\u00f6hung zugesandt. Dies geschah bei den 12 H\u00e4usern jeweils kurz vor dem Eigent\u00fcmerwechsel. Geschickt eingef\u00e4delt. Daher ist davon auszugehen, dass auch die restlichen 9 H\u00e4user wohl abgewickelt werden sollen.<\/p>\n<p>Der zweite gro\u00dffl\u00e4chige Verkauf betrifft insgesamt ca. 1.600 Wohnungen der Bl\u00f6cke 100, 97 und 77 rund um die Waldemarstra\u00dfe. Nur ger\u00fcchteweise hat der Mieterrat Block 100 von den geplanten Verk\u00e4ufen erfahren und sich nun in einem Offenen Brief an die Senatorin f\u00fcr Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer (SPD), gewandt. Hier wird gefordert, dass die Mieter \u00fcber den geplanten Verkauf informiert werden und vor Allem wird um Informationen gebeten, welche sozialen Auflagen, wie K\u00fcndigungsschutz oder der Ausschluss von Luxussanierungen, gemacht werden. Ein Gl\u00fcck haben die Mieter in den Bl\u00f6cken. Sie befinden sich noch im sozialen Wohnungsbau. Die WBM konnte ihnen daher nicht kurz vor dem Verkauf eine Mieterh\u00f6hung zusenden. Die F\u00f6rderung f\u00fcr den Block 100 l\u00e4uft allerdings Ende des Jahres aus.<\/p>\n<p>Weitere Informationen und rechtliche Beratung: Mieterladen Dresdener Strasse oder Mieterrat Block 100 oder <a title=\"Berliner MieterGemeinschaft\" href=\"http:\/\/www.bmgev.de\">Berliner Mietergemeinschaft<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mieterverdr\u00e4ngung und Privatisierung in SO36 Im August war der Tagespresse zu entnehmen, dass die \u00f6ffentliche Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) mit Senatssegen 3.100 Wohnungen verkaufen darf. 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