{"id":546,"date":"2007-12-03T20:48:23","date_gmt":"2007-12-03T18:48:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/2007\/12\/03\/abriss-autostadt-berlin\/"},"modified":"2008-03-12T00:13:30","modified_gmt":"2008-03-11T22:13:30","slug":"abriss-autostadt-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/?p=546","title":{"rendered":"Abriss Autostadt Berlin"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/d8f783c5b0bbab4efb9a69e84249cd\" \/>Die Vision einer Stadt mit Betonpisten als Lebensadern hat sich eigentlich schon lange \u00fcberlebt. Autobahnbau bedeutet immer Stadtzerst\u00f6rung, Wohnraumvernichtung und das Verschwinden von Gr\u00fcnfl\u00e4chen. Man wei\u00df heute, dass neue Stra\u00dfen nur noch mehr Autoverkehr erzeugen und damit mehr Abgase, mehr L\u00e4rm und nat\u00fcrlich auch mehr Stau.<\/p>\n<p>Investitionen in den Fu\u00dfg\u00e4nger_innen- und Radverkehr, sowie in den \u00f6ffentlichen Nahverkehr, sind weit besser angelegt. Berlin ist nicht Los Angeles.<\/p>\n<p>Aber: Der geplante Ausbau der A 100 f\u00fchrt vom Autobahndreieck Neuk\u00f6lln \u00fcber den geplanten Anschluss Sonnenallee zur geplanten Anschlussstelle am Treptower Park. Die geplante Betonschneise wird einen historisch gewachsenen, alten und besonders gr\u00fcnen Stadtteil zerteilen. Sie wird durch und in unmittelbarer N\u00e4he von Wohn- und Gewerbegebieten gef\u00fchrt, aber auch durch Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Kleingartenanlagen. Die Autobahnverl\u00e4ngerung ist im Bundesverkehrswegeplan festgelegt und die Finanzen von 312 Millionen Euro &#8211; f\u00fcr diesen Bauabschnitt &#8211; sind vom Bund bewilligt. Bis zum Jahre 2016 soll der Streckenabschnitt fertiggestellt werden. Auch Grundst\u00fccke wurden schon erworben.<\/p>\n<p>Bis zu 130 000 Autos werden hier t\u00e4glich unterwegs sein. Damit w\u00e4re der 3,2 Kilometer lange Abschnitt der Stadtautobahn einer der am dichtesten befahrenen. Die Unterlagen \u00fcber den Planungsstand sollen Ende 2007 ausgelegt werden. Bis zwei Wochen nach der Auslegung k\u00f6nnen Einwendungen erhoben werden. Ob diese Einwendungen dann noch m\u00fcndlich er\u00f6rtert werden, liegt im Ermessen des Senats. Der Planfeststellungsbeschluss f\u00fcr das Teilst\u00fcck von der Grenzallee bis zur Stra\u00dfe Am Treptower Park soll noch im Jahr 2009 ergehen, mit dem Bau soll 2010 begonnen werden.<\/p>\n<p>Die Planungen wurden ausgeschrieben und sind mittlerweile im vollen Gang. Ob die Fortf\u00fchrung der geplanten Strecke \u00fcber die Anschlussstelle  am Treptower Park hinaus bis zur Frankfurter Allee jemals realisiert wird, ist wegen der ungekl\u00e4rten technischen, finanziellen, verkehrspolitischen, stadt- und klimapolitischen Fragestellungen zu bezweifeln. Gegen den Bau k\u00e4mpft seit Jahren die BISS, \u201eB\u00fcrgerinitiative Stadtring S\u00fcd\u201c. Sie plant eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss.<\/p>\n<p><em>Malah Helman <\/em><\/p>\n<p><a title=\"BISS\" href=\"http:\/\/keineautobahntreptow.de\">www.keineautobahntreptow.de<\/a><br \/>\n<a title=\"BI Westtangente\" href=\"http:\/\/www.bi-westtangente.de\">www.bi-westtangente.de<\/a><\/p>\n<p>Infos und Unterschriftenlisten gegen die Autobahnerweiterungen und Investitionen der Gelder f\u00fcr Fu\u00df- und Fahrradwege und den \u00f6ffentlichen Nahverkehr, sowie Infos \u00fcber weitere Autobahnplanungen in Berlin:<\/p>\n<p><a title=\"BUND Berlin\" href=\"http:\/\/www.bund-berlin.de\">www.bund-berlin.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vision einer Stadt mit Betonpisten als Lebensadern hat sich eigentlich schon lange \u00fcberlebt. Autobahnbau bedeutet immer Stadtzerst\u00f6rung, Wohnraumvernichtung und das Verschwinden von Gr\u00fcnfl\u00e4chen. 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