{"id":560,"date":"2007-12-18T13:47:41","date_gmt":"2007-12-18T11:47:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.abriss-berlin.de\/blog\/2007\/12\/18\/bankenskandal-wird-weiter-vertuscht\/"},"modified":"2007-12-18T13:47:41","modified_gmt":"2007-12-18T11:47:41","slug":"bankenskandal-wird-weiter-vertuscht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.abriss-berlin.de\/blog\/?p=560","title":{"rendered":"Bankenskandal wird weiter vertuscht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wesensgleiche Bankenskandale in Sachsen und Berlin<\/strong><\/p>\n<p>Sarrazin vertuscht noch offene Risikoabschirmungs-Kosten in Milliarden-H\u00f6he. Die Initiative Berliner Bankenskandal fordert nach wie vor eine Risikoaufteilung, die die B\u00fcrger_innen weniger belastet.<\/p>\n<p>Banker_innen und Politiker_innen in Berlin und Sachsen machen die gleichen Fehler, verzocken Kundengeld und Eigenkapital der \u00f6ffentlich-rechtlichen Banken und Sparkassen und w\u00e4lzen den Schaden auf die Steuerzahler_innen ab. Die Gier des Marktes dominiert \u2013 und die B\u00fcrger_innen werden ruiniert.<\/p>\n<p>Man sollte meinen, Berliner Politiker_innen und Banker_innen h\u00e4tten etwas gelernt und w\u00fcrden nach dem Fiasko Bankgesellschaft und dem Fiasko SachsenLB umso energischer in Berlin f\u00fcr Transparenz und vern\u00fcnftige L\u00f6sungen sorgen. Mitnichten: Im gerade verabschiedeten Doppelhaushalt 2008\/2009 und dem Nachtragshaushalt 2007, der laut einem Gutachten des wissenschaftlichen Parlamentsdienstes ohnehin verfassungswidrig ist, werden die Folgekosten des Bankenskandals als Nullnummer gef\u00fchrt. Im Klartext: Mit dem Verkauf der Bankgesellschaft seien die Probleme gel\u00f6st und im Haushaltsgesetz und Haushaltsplan sei daher nichts zu ber\u00fccksichtigen \u2013 obwohl Sarrazin selbst noch Folgekosten aus der Risikoabschirmung von 5-9 Milliarden EUR einr\u00e4umt. Sarrazin t\u00e4uscht die \u00d6ffentlichkeit, indem er den Ausgleich von Prim\u00e4rausgaben und Prim\u00e4reinnahmen zelebriert, von den 60 Milliarden EUR Schulden und den Schleifspuren des Bankenskandals wird zum Berliner Nikolaus kaum noch geredet.<\/p>\n<p>Die Risikoabschirmungs-Kosten werden zusammen mit der Verwendung von 4,6 Milliarden EUR aus dem Verkauf der Landesbank im Verschiebebahnhof \u201eHaushaltsr\u00fcckstellung\u201c als Manipuliermassen bar jeder Transparenz und demokratischer Kontrolle behandelt. Gleiche Fehlanzeige bei der Tansparenz der Landesbeteiligungen an der Berliner Immobilien Holding (BIH), der Berliner Gesellschaft zum Controlling der Immobilien-Altrisiken (BCIA) und der FinTech 21 Beteiligungs- und Management GmbH. Diese Firmen sollten eigentlich zur Senkung der Kosten der Risikoabschirmung beitragen, dem Senat dienen sie aber eher zur Erh\u00f6hung und Verschleierung der Kosten. So wei\u00df zum Beispiel niemand, wer f\u00fcr die Personalkosten der ca. 600 Mitarbeiter_innen der BIH aufkommt.<\/p>\n<p>Sarrazin hat kein Konzept, wie die ungedeckten Kosten des pessimistischen Szenarios der Risikoabschirmung von ca. 5 Milliarden Euro, die nach einem Abzug des Kaufpreises noch \u00fcbrig bleiben, geschultert werden sollen. Die Initiative Berliner Bankenskandal fordert deshalb ein neues und vern\u00fcnftiges Konzept des Risikoausgleichs zwischen dem Land Berlin und allen verantwortlich Beteiligten (Land Berlin, DSGV, BAFin, Bundesfinanzministerium) an dem Bankgesellschafts-Desaster. Es ist nicht einzusehen, dass Sachsen eine viel breitere Risikostreuung aufzuweisen hat, w\u00e4hrend in Berlin fast alles den Steuerzahler_innen \u00fcberantwortet wird.<\/p>\n<p><em>Prof. Dr. Peter Grottian<\/em><br \/>\n<em>Hans-J\u00fcrgen Lindemann<br \/>\nBenedict Ugarte Chac\u00f3n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wesensgleiche Bankenskandale in Sachsen und Berlin Sarrazin vertuscht noch offene Risikoabschirmungs-Kosten in Milliarden-H\u00f6he. Die Initiative Berliner Bankenskandal fordert nach wie vor eine Risikoaufteilung, die die B\u00fcrger_innen weniger belastet. 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